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Warum dein „Wolfsrudel“ deinen Erfolg im Studium bestimmt

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Wir Menschen sind soziale Wesen. Ohne darüber nachzudenken übernehmen wir die Gewohnheiten und das Wertesystem der Menschen, mit denen wir uns regelmäßig umgeben. Der Motivationsguru Jim Rohn prägte für diese Phänomen einmal den Ausdruck: „You are the average of the five people you spend the most time with.” Unser Erfolg oder Misserfolg steht und fällt also auch mit den Menschen, in deren Gesellschaft wir uns regelmäßig aufhalten. Aber was heißt das konkret für dein Studium?

Den eigenen Standard erhöhen

Um aus dem Nichts erfolgreich zu werden, musst du irgendwann für dich selbst die Entscheidung treffen, deinen eigenen Standard zu erhöhen. Es sollte dir nicht mehr nur genügen, einfach nur die Klausuren zu bestehen. Nein, du musst dir viel höhere Ziele stecken, um dich selbst dazu zu motivieren und deine Leistungsbereitschaft zu erhöhen.

Eine solche Entscheidung ist bereits viel wert. Aber wer sich als Einzelkämpfer durch die Uni zu kämpfen versucht, der wird sehr schnell feststellen, wie oft man die eigenen hochgesteckten Ziele gleich wieder aufgibt, sobald auf dem Weg nach oben die ersten Widerstände auftreten oder sich die ersten Hindernisse auftun.

Wenn du hingegen Teil einer Gruppe aus hochmotivierten und ambitionierten Menschen bist, die alle ähnliche Ziele verfolgen und sich gegenseitig auf ihrem Weg unterstützen, dann wirst du zwangsläufig die innere Einstellung dieser Menschen übernehmen. Du wirst auch dann weiter Gas geben, wenn andere schon längst wieder den Rückzug angetreten hättest. Denn die Gruppendynamik eines solchen „Masterminds“ sorgt dafür, dass einzelne Mitglieder, die kurzzeitig mit sich selbst hadern, von den anderen erneut motiviert und wie auf den richtigen Kurs gebracht werden.

„Wenn du ein Wolf werden willst…“

Einer meiner Freunde und Mentoren, ein mit seinen 30 Jahren schon sehr erfolgreicher Unternehmer, ließ in einem unserer letzten Gespräche folgenden Satz fallen:

„Wenn du ein Wolf werden willst, dann musst du dich auch mit Wölfen umgeben.“

Da ist sehr viel Wahres dran. Der beste Weg, um noch in diesem Semester so richtig erfolgreich zu werden, ist also, dich einer solchen Gruppe bereits erfolgreicher Studenten anzuschließen. Denn wenn du mit diesem „Wolfsrudel“ eine gewisse Zeit deines Studentenalltags verbringst, dann werden dessen Wertesystem, dessen Routinen und Erfolgsprinzipien ganz sicher auf dich abfärben. Und davon kannst du nur profitieren!

Umgekehrt gilt jedoch auch:

„Zeige mir deine Freunde und ich sage dir, wer du bist.“

Ich würde ohne mit der Wimper jeden Betrag darauf setzen, dass dein eigener Notenschnitt dem deiner engsten fünf Freunde an deiner Hochschule entspricht. Gleich und gleich gesellt sich gern. Und in einer Umgebung, in der „Vier gewinnt“ die Grundeinstellung ist, mit der an eine Klausur herangegangen wird, wirst du zweimal darüber nachdenken, dir mehr vorzunehmen – du könntest vor deinen Freunden schließlich als „Streber“ dastehen! ;-)

Einen harten Schnitt machen?

Irgendwann in deinem Leben wirst du feststellen, dass deine sozialen Kreise (gerade als Student) einem ständigen Wandel unterliegen, weil du schlicht und einfach vordefinierte Schnitte in deinem Leben hast.

Nach der Schule wirst du den Kontakt zu den meisten deiner Mitschüler verlieren. An der Uni bringt jedes Semester viele neue Gesichter mit sich, während du altvertraute Kommilitoninnen und Kommilitonen plötzlich immer seltener siehst, weil sie nun in anderen Kursen stecken, ihren Abschluss gemacht haben oder an eine andere Hochschule gewechselt sind. Dein eigener Abschluss wird durch das Verlassen der Uni und den Wechsel in den Job wiederum dein Leben ordentlich durcheinanderwirbeln.

Und selbst diese vermeintliche Sicherheit wird aller Wahrscheinlichkeit nur bis zum nächsten Job- und Wohnortswechsel Bestand haben. Daran können auch moderne Kommunikationsmittel wenig ändern – wir brauchen einfach auch physische Nähe.

Da sowieso ständig alles im Fluss ist, solltest du dich also nicht scheuen, auch einmal regelmäßig zu evaluieren, ob die Menschen, mit denen du dich tagtäglich umgibst, dir auch wirklich gut tun und langfristig deine eigene Entwicklung fördern.

Und wenn du zu der Erkenntnis kommst, dass einige deiner engsten Vertrauten dich bei der Erreichung deiner persönlichen Ziele nicht nur nicht unterstützen, sondern dich auch unterbewusst sabotieren, dann solltest du auch vor einem harten Schnitt nicht zurückscheuen und gegebenenfalls den Kontakt abbrechen.

Der fließende Übergang zum Erfolgsdenken

In den meisten Fällen ist dies jedoch nicht notwendig. Du musst nicht vollständig mit deinem bisherigen Freundeskreis brechen, nur weil du besser im Studium werden willst. Es genügt schon, wenn du dir ein oder zwei gute „Tandempartner“ zum gemeinsamen Lernen, Kontrollieren und Motivieren suchst.

Es kann jedoch passieren, dass sich durch diesen Umgang die Wahrnehmung deiner eigenen Werte ein wenig verschieben wird und du plötzlich mit anderen Menschen mehr Zeit verbringen willst, als noch zuvor. Das ist vollkommen normal und der eigentliche Grund, warum sich zum Beispiel Freundeskreise ständig verändern. Das Einzige, was du tun musst, ist dafür zu sorgen, dass die Personen, mit denen du dich umgibst, dir auch gut tun – im Studium, wie auch im restlichen Leben!

An dieser Stelle möchte ich die Quintessenz dieses Beitrages noch einmal zusammenfassen:

  • Unsere Überzeugungen und eigenen Standards werden erheblich durch die Menschen geprägt, mit denen wir am meisten Zeit verbringen.
  • Durch bewusstes Analysieren und Verändern deines eigenen Umgangs kannst du bewusst steuern, zu welcher Art Mensch du langfristig wirst. Oder: dein bisheriger Freundeskreis ist ein Spiegel deiner Persönlichkeit!
  • Umgibst du dich mit positiven, zielstrebigen und erfolgreichen Charakteren (deinem persönlichen „Wolfsrudel“), dann wird von ihnen mit hoher Wahrscheinlichkeit einiges auf dich abfärben. Umgekehrt gilt aber auch: negativer Umgang wird dich langfristig immer weiter herunterziehen, egal in welchem Aspekt deines Lebens.

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Nun weißt du also, warum dein „Wolfsrudel“ deinen Erfolg im Studium bestimmt. Dahinter steckt eine alte und vor allem einfache Weisheit:

Sage mir, mit wem du umgehst, so sage ich dir, wer du bist; weiß ich, womit du dich beschäftigst, so weiß ich, was aus dir werden kann.“ ~ Johann Wolfgang von Goethe

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17017 mal gelesenZuletzt bearbeitet Donnerstag, 1. Oktober 2015 20:52
Über den Autor Andy hat Wirtschaftsinformatik und Betriebswirtschaftslehre studiert und 2014 sein Masterstudium mit Auszeichnung beendet. Er ist als Executive Coach bei einserkandidat.de tätig und hat bereits über 750 Teilnehmer in seinen Intensiv-Trainings gecoacht, sowie über 32.157 Studenten via E-Mail-Coaching zu ihrem akademischen Durchbruch verholfen.

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  • Hey Andy,

    eine Freundin hat mich gefragt ob ich dich kennen würde, da wir durch den Wolf eine Gemeinsamkeit haben :)

    Ich schreibe auf erfolgswolf.de über Erfolgsmessung für smarte Entscheider.

    Dein Thema finde ich ebenfalls höchst interessant. Obwohl ich sagen muss, dass mir die einsen zumeist nur in Sport begegnet sind ;)

    Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg.

    • Sagen wir so: dein Rudel zählt jetzt ein Wölfchen mehr! ;-)
      LG Andy

  • Ben

    Guter Beitrag, mein Guter!
    Meiner Erfahrung nach musst du dein Wolfsrudel von Zeit zu Zeit immer wieder neu anpassen.

    • In der Tat. Alles ist im Fluss, wie ich schon schrieb. :-)

  • Martin

    Gut geschrieben, wenn ich das mit meiner Studienzeit vergleiche, dann entdecke ich mich da ziemlich gut wieder. Allerdings trifft es nach der Studienzeit nicht mehr zu. Ich verbringe sehr viel Zeit mit Menschen, die nicht studiert haben und in einem komplett anderen Tätigkeitsfeld arbeiten als ich und ich würde nicht sagen, dass es mich beeinflusst. Unter denen sind zwar zwei/drei Studierte, allerdings aus dem ingenieurwissenschaftlichen Bereich, ich selbst habe BWL studiert.

  • Thomas

    Ein 1-Mann-Wolfsrudel reißt nichts!

  • Judith

    Ich habe keine Kommilitonen, mit denen ich mich außerhalb von Veranstaltungen treffe und somit auch keinen schlechten Einfluss. Sehe das genau so wie Thomas.

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