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3 unkonventionelle Wege, um den Stoff einer versäumten Vorlesung nachzuholen

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Okay, Hand aufs Herz: die heutige Vorlesung klingt irgendwie immer langweilig und es sind gerade 30 Grad draußen und du würdest lieber Zeit mit deinen Freunden verbringen. Oder du fühlst dich nicht allzu fit und bleibst lieber für ein paar Tage zu Hause, um dich zu erholen. Oder du nimmst dir die Dreistigkeit raus, einfach mal während des Semesters zu verreisen. Welche dieser Situationen du auch schon erlebt hast, es kommt öfter vor, dass man eine Vorlesung verpasst und den Stoff danach aufholen muss, wenn man wieder da ist.

Du kannst dich zwar bewusst entscheiden, den Stoff nicht aufzuholen, bei wichtigen Fächern reißt du somit aber Lücken auf und kannst neuen Stoff aus der Vorlesung nicht auf dem Fundament des alten Stoffes aufbauen (denn diesen hast du leider verpasst) . Was kannst du in so einer Situation also konkret tun?

Viele Dozenten strukturieren ihre Klausuren so, dass in jeder Klausur ein Themengebiet aus einer einzelnen Vorlesung der gesamten Vorlesungsreihe des Moduls drankommt. Eine verpasste Vorlesung können somit locker über 10 Punkte in der Klausur entscheiden – und damit letztendlich eventuell auch über dein Bestehen oder im schlimmsten Fall auch  Nicht-Bestehen.

Wie kannst du also möglichst zeitsparend und effizient verpassten Vorlesungsstoff aufholen, ohne allzu viel Zeit dafür aufzuwenden? Hier sind drei Möglichkeiten, um alte Lücken zu schließen und dich trotzdem effektiv auf die Klausur vorzubereiten, obwohl du einige Veranstaltungen geschwänzt hast:

1. Recherche auf der Online-Plattform deiner Hochschule

Sicher hat deine Hochschule ein Online-Lernportal, auf dem deine Dozenten ihre Skripte und Material zur jeweiligen Vorlesung einstellen. Vielleicht schockiert es dich etwas, dies zu hören, aber viele Studenten schauen bis kurz vor Prüfungsbeginn in dieses Portal nicht rein. Fakt ist aber, dass dein Dozent sich etwas dabei denkt , wenn er Skripte und Inhalte hochlädt.

Du kannst zum Beispiel deinem Dozenten oder einem deiner Kommilitonen eine E-Mail schreiben und sie bitten, dir die Seiten im Skript zu nennen, die in der jeweiligen Vorlesung, die du verpasst hast, drankamen. Oftmals stellst du fest, dass das Durchgehen dieser Inhalte alleine schneller geht und für die Klausurvorbereitung effektiver ist, als deine eigene Anwesenheit in der Vorlesung. Falls du Fragen hast, dann notiere dir diese irgendwo und löchere in der nächsten Vorlesung deinen Dozenten und deine Kommilitonen mit eben diesen Fragen. Glaube mir, bei so viel Lethargie-Studenten freut sich der Dozent, wenn ihm Fragen gestellt werden und jemand aktives Interesse an seinem Thema zeigt.

2. Networking unter deinen Kommilitonen

Und damit meine ich nicht, dass du auf irgendwelche Events gehen sollst, sondern dass du bei den ersten ein oder zwei Vorlesungen sehr aktiv auf Leute zugehen solltest. Ich habe es mir zur Gewohnheit gemacht, mich vor der ersten Vorlesungen willkürlich zu irgendwelchen Leuten zu stellen und Small-Talk zu führen. (zack, die ersten fünf neuen Bekanntschaften!). Dann wenn die Vorlesung begonnen hat, habe ich mich wieder zu anderen Leuten gesetzt. (und die nächsten drei Gesichter kennengelernt). In der Pause habe ich wieder mit neuen Leuten geredet. (plus zwei!)

Nach dem Unterricht habe ich wieder mit neuen Leuten den Raum verlassen und ggf. noch mit ihnen in der Mensa gegessen (die nächsten fünf Kommilitoninnen und Kommilitonen haben mich jetzt auf ihrem Rader). In der darauffolgenden Woche, bin ich wieder zur Vorlesung erschienen und habe mich mit diesen Leuten wieder verbunden.

Wenn du dir darüber Gedanken machst, wie du auf andere Leute wirkst, kann ich dich beruhigen: hast du dich schon mal über jemanden geärgert, der dir „Hallo“ gesagt oder mit dir ein Gespräch angefangen hat, wenn er sympathisch war? Wahrscheinlich nicht. Wahrscheinlich hast du dich gefreut und es hat dir ein gutes Gefühl gebracht. Und genau so geht es anderen Menschen auch. Scheue dich also nicht aktiv auf fremde Leute zuzugehen.

Dies sind dann auch die Leute, auf die du dich verlassen kannst, wenn du mal etwas verpasst haben solltest. Würdest du nicht selbst auch dem Typen oder dem Mädel helfen, mit dem du dich am Anfang des Semesters gut unterhalten hast und zu dem du darüber hinaus auch einen positiven Draht hast?

3. Turbo einlegen mit Speed-Reading

Mehrere Vorlesungen nachzuholen, ist oftmals eine Zeitfrage. Wenn dir (wovon ich ausgehe) die Vorlesungsunterlagen zur Verfügung stehen, dann musst du diese ja eigentlich nur noch durchgehen. Zum gründlichen Lesen fehlt uns am Ende jedoch häufig die Zeit. Du fragst dich bestimmt, wie dir nun Lesen unter Zeitdruck auf einmal dabei helfen soll, den Stoff aus einer verpassten Vorlesung aufzuholen?

Ich spreche nicht von „normalem“ Lesen. Ich spreche von Speed-Reading. Um es kurz zu machen: Speed-Reading ist eine Technik, mit der du deine Lesegeschwindigkeit stark erhöhen kannst und dabei gleichzeitig ein besseres Textverständnis erzielst. Und jetzt kommt der Punkt, den viele nicht wissen: die normale Sprechgeschwindigkeit beträgt ungefähr 150 Wörter pro Minute. Das ist also das Tempo, mit dem dein Dozent im Unterrichtsstoff voranschreitet. Und vor wahrscheinlich spricht er sogar noch langsamer, weil er Pausen machen und atmen muss.

Die Lesegeschwindigkeit, die du mit Speed-Reading erreichen kannst, liegt irgendwo ab 400 Wörter pro Minute aufwärts. Das heißt: deine Lesegeschwindigkeit kann doppelt bis dreimal so schnell sein, wie die Sprechgeschwindigkeit deines Dozenten. Das bedeutet, dass wenn dein Dozent zwei Stunden für eine Vorlesung braucht, du den Stoff, sofern du ihn in einem Buch oder einem Skript hast, in 30 bis 45 Minuten durcharbeiten kannst.

Die Voraussetzung ist natürlich, dass du einigermaßen im Stoff drin bist. Wenn du nie irgendetwas lernst, dann bringt dir auch das Speed-Reading sehr wenig. Aber wenn du eh ein gewisses Grundinteresse an deinem Studium hast (und davon gehe ich mal aus, denn sonst wärst du nicht auf diesem Blog) dann bietet dir das Speed-Reading eine gute Möglichkeit, um in deinem Studium effizienter voranzukommen.

Am besten ist es natürlich, wenn du zwei oder drei dieser Möglichkeiten miteinander kombinierst. Ich selbst bin zwar nicht faul, aber ich liebe Techniken, die mir mein Leben leichter machen. So war ich mit dem größten Teil meines Studiums schon nach dem 4. Semester fertig. Ein großes Maß, ist dabei dem Schnelllesen zuzuschreiben.

Der beste Tipp von allem, ist natürlich, Mittel und Wege zu finden, sich tatsächlich dazu zu motivieren, zur Vorlesung zu gehen. Denn was man nicht verpasst, muss man nicht nachholen!

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6053 mal gelesenZuletzt bearbeitet Mittwoch, 6. August 2014 19:13
Über den Autor Mirko Thurm hat Betriebswirtschaftslehre an der HWR Berlin studiert und ist seit mehreren Jahren als Coach für Speed-Reading und Produktivität aktiv. Mit seiner Seite speedstudents.de hilft er Studenten dabei, sich schneller durch ihre Bücherberge zu kämpfen!

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